Der Barockgarten

Der Barockgarten Großsedlitz hat sich seit 1732 in seiner Struktur nicht geändert und nur wenig Substanzverlust über die Jahrhunderte zu verzeichnen. Die hier umgesetzte Gestaltung zweier sich gegenüber liegender Hänge ist nördlich der Alpen nur selten anzutreffen. Somit stellt diese wunderbare Verbindung des französischen und des italienischen Barock eine besondere Kostbarkeit sächsischer Gartenbaukunst dar, die Ihresgleichen sucht. In der Anlage finden Sie mehr als 60 Skulpturen, davon 24 Originale und rund 400 Kübelpflanzen, davon allein 140 Pomeranzen, den größten Bestand in Deutschland.

WappenBildansicht vergrößern

Christoph August Graf von Wackerbarth beauftragte den Hofarchitekten Knöffel mit dem Bau seines Altersruhesitzes. Bereits 1721 waren Schloss und Obere Orangerie fertig gestellt. Doch bereits 1723 kaufte August der Starke ihm den Besitz ab und ließ in bis 1732 nach seinen Wünschen umgestalten.

 

Luftaufnahme des BarockgartensBildansicht vergrößern

Die von 1719 bis 1732 entstandene Grundform des Parkes ist bis heute fast vollständig erhalten. So präsentieren sich malerisch die Parterres und Gartenräume auf terrassiertem Gelände.

OrangerieBildansicht vergrößern

Über 100 Orangenbäumchen, ein besonderes Statussymbol des sächsischen Königs, zieren heute, nach historischem Vorbild wieder von Mai bis September das Untere Parterre und machen den Festsaal im Grünen perfekt.

 

Apollo und DaphneBildansicht vergrößern

Mehr als 60 Sandsteinskulpturen und Vasen bilden den heiteren Aspekt vor Heckenwänden, in den Parterres oder in den Nischen. Sie zählen zu den reifsten Leistungen sächsischer Bildhauerkunst des 18. Jahrhunderts.